Meine Geschichte hinter dem "Why?" (Teil 2)

03.10.2016

 

J. lebte mehrere Jahre in einem Zelt, versteckt in einem Park zwischen Büschen im Norden von München. Aus Angst wollte er niemanden seinen genauen Schlafplatz verraten. Tagsüber verkaufte er BISS-Zeitungen vor einem großen Kaufhaus sitzend und abends in verschiedenen Restaurants und Cafés, sofern man ihm nicht den Zutritt verweigerte. Seine Eltern interessierten sich schon lange nicht mehr für ihn und seine Freunde konnten ihm nicht wirklich helfen. J. hatte dennoch den festen Willen, alle seine Schulden zurück zu zahlen, bevor er wieder Geld für die hohen Münchner Mieten ausgab. Gleichzeitig verfolgte er sein Hobby, die Zauberei, weiter und „leistete“ sich sogar Fortbildungen. Alle paar Tage ging er zum Duschen und „Aufwärmen“ in ein öffentliches Schwimmbad.

 

Damals sind wir öfter zusammen Kaffee trinken gegangen und haben über seine Situation gesprochen. Es war nicht einfach, einen Weg aus der Obdachlosigkeit zu finden. Das Projekt BISS, das es schon seit über 20 Jahren in München gibt, hat ihm schließlich geholfen. Durch den Verkauf der Obdachlosenzeitung konnte er alle seine Schulden zurückbezahlen. Die dortige Umschulung zum Fahrradmechaniker ermöglichte ihm einen beruflichen Neustart, er fand wieder eine Wohnung und schließlich auch eine neue Freundin. Seit 2 Jahren ist J. Vater. BISS war seine Chance! Ich wünsche mir mehr Hilfe für Menschen in schwierigen Situationen und gerade für Jugendliche eine echte „2.“ Chance.

 

Meine Geschichte von J. ist der Grund, warum die hochwertigen MANIOR-Produkte von besonderen Menschen gefertigt werden! Unterstützen auch Sie andere Menschen, um die Welt ein klein wenig besser zu machen!

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