WOODstory

19.09.2017

 

Meine Idee war geboren, Unikate aus Massivholz mit eigener Geschichte in Handarbeit herzustellen, doch wo findet man die passenden Hölzer dafür? Zunächst dachte ich, bei Bauhöfen und deren Altholzsammlungen fündig zu werden. Ich durchwühlte viele Container auf der Suche nach ansprechendem und unbehandeltem Holz, aber ich fand hauptsächlich lackierte Bretter und Zäune, zerbrochene Paletten und Obstkisten, also nicht annähernd das, wonach ich suchte.

 

Eine Freundin aus dem Schwarzwald erzählte mir, dass ein Teil der Scheune ihres 200 Jahre alten Bauernhauses vor vielen Jahren im Winter unter der Last des Schnees zusammengebrochen war und die Zimmerleute beim Wiederaufbau die alten Balken zurückgelassen hatten. Somit machte ich einen Ausflug in einen kleinen Ort mit nur fünf Häusern im tiefsten Schwarzwald. Leider lagerten die Balken schon lange in einer dunklen, feuchten Ecke, weshalb nur noch wenige brauchbar waren.

 

Also recherchierte ich weiter und fand endlich einen Schreinermeister, der vereinzelt alte Häuser und Scheunen vorsichtig zurückbaute. Bei ihm hatte ich die Hoffnung, fündig zu werden! Auf seinem weitläufigen Hof lagerten Weich- und Harthölzer in verschiedensten Längen und Breiten, mit und ohne Zapfenlöcher, manche gebogen oder mit Inschriften und die meisten davon hoch betagt – ich war beeindruckt!

 

Doch die Suche nach dem geeigneten Holz in den fachmännischen Stapeln erinnerte an die berühmte Nadel im Heuhaufen und dauerte lange. Nach den ersten Sichtprüfungen und Vermessungen haben wir einige Balken freigelegt. Ausführlich begutachteten wir die Eichenbalken und nur wenige erfüllten unsere Anforderungen hinsichtlich Qualität, Struktur und Maßen, bevor wir uns für einen ganz besonderen entschieden. Er diente in seinem „ersten Leben“ als linker Pfosten eines riesigen Scheunentores in Künzelsau, welches 1820 erbaut worden war. Dieser schwere Balken war endlich genau der Richtige für honeyOAK und coffeeOAK.

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